Organisation des Landesverbandes Sachsen

Der Landesvorstand

Die Mitglieder des Landesvorstandes werden im Rahmen von regelmäßigen Landesverbandstagen durch die Mitglieder des Landesverbandes gewählt. Die letzten Wahlen fanden am 20. Januar 2018 in Leipzig statt.

Der Landesvorstand trifft sich zu mindestens drei Sitzungen im Jahr, bei Bedarf auch öfter. Der geschäftsführende Landesvorstand kann bei Bedarf zwischen den regulären Vorstandssitzungen tagen und dabei auch kurzfristig einberufen werden, um besonders dringliche Entscheidungen zu treffen. Zum Gesamtvorstand gehören die Mitglieder des geschäftsführenden Landesvorstands und zusätzlich vier gewählte Beisitzer, Vertreter der Gliederungen sowie kooptierte Mitglieder, die beratend mitwirken. Der Landesgeschäftsführer nimmt an allen Vorstandstagungen ohne eigenes Stimmrecht teil.

Andrea Dombois Landesvorsitzende

    Am 20. Januar 2018 wurde mir das Amt der Landesvorsitzenden des Landesverbandes Sachsen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. anvertraut. Vorangegangen sind zahlreiche Veranstaltungen, die ich in meiner Funktion als 1. Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages wahrnehmen und mit gestalten durfte.

    Beeindruckend für mich sind die Begegnungen mit den Hinterbliebenen von Kriegstoten und Familien, die ihre Angehörigen durch Gewaltherrschaft verloren haben. Diesen Familien sind wir eine Aufarbeitung der Vergangenheit sowie das Gedenken an die Opfer lebendig zu halten schuldig.

    Kriegsgräberstätten aller Nationen sollen ein Beitrag zur Versöhnung zwischen den Völkern sein. Sie sind zugleich Stätten der Besinnung im Blick auf die noch immer stattfindenden Kriege und gewaltsamen politischen Lösungen in der Welt. Dabei ist mir das Vermitteln unserer Arbeit an die jüngere Generation eine Herzensangelegenheit. Sie werden unsere Zukunft gestalten. Wer sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, wird es zu schätzen wissen, in Frieden und Freiheit zu leben und seinen Beitrag dazu leisten.

    Detlef Fritzsch Stellv. Vorsitzender

      "Versöhnung über den Gräbern und Erinnerung an die Kriegstoten sind angesichts jüngster Bilder aus der Ukraine ein Gebot der Vernunft. Mein Vater kehrte nach russischer Gefangenschaft vor nunmehr 69 Jahren in ein zerstörtes Deutschland zurück - vier seiner fünf Brüder waren gefallen. Die Reisen zu den Kriegsgräbern insbesondere Osteuropas, die aktive Grabpflege, der Suchdienst und nicht zuletzt die Begegnungen mit und zwischen jungen Leuten im Volksbund sind mir neben Spenden wichtige Beiträge zur Ehrung des Vermächtnisses der Toten."

      Gisela Clauß Stellv. Vorsitzende

        Aus den Erzählungen meiner Mutter erfuhr ich von den gefallenen und vermissten Angehörigen meiner Familie, die ich nur auf alten Fotografien sehen und niemals kennenlernen konnte. Deshalb muss für mich die Erinnerung an die Opfer der Kriege und Gewalt lebendig bleiben. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die Arbeit des Volksbundes in Sachsen im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit fortzuführen und zu unterstützen.

        Prof. Dr. Ulrich Fröschle Stellv. Vorsitzender

          Kriege brachten und bringen Leid und Unglück über Staaten, Völker und Familien. Zwei meiner Urgroßväter sind im Ersten Weltkrieg in Frankreich gefallen, einer meiner Großväter überlebte den Zweiten Weltkrieg in russischer Kriegsgefangenschaft. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine der ältesten bürgerschaftlichen Hilfsorganisationen in Deutschland – mit seiner Tätigkeit und seinem Motto heute, "Versöhnung über den Gräbern" anzustreben, finde ich hier eine der sinnvollsten Möglichkeiten ehrenamtlichen Einsatzes. Es gilt nach wie vor, den Gefallenen und Verschollenen der Kriege Ruhestätten und Erinnerungsorte zu schaffen, den Lebenden ein Gedenken zu ermöglichen, über den Gräbern und Konflikten der Vergangenheit in tätiger Jugendarbeit die historischen Gräben zu überwinden.

          Rolf Leitsmann Schatzmeister

            "1943 im Krieg geboren, im Krieg aus Glogau vertrieben, und die nachfolgenden schweren Jahre prägten die Einstellung zu Armut, Demut, Fleiß, Wohlstand und Übermut. Der erreichte hohe Wohlstand und die lange Friedensperiode verleiten dazu, unangenehme Lasten der Vergangenheit auszublenden. Es ist wichtig, auch die nachfolgenden Generationen für das ehrende Gedenken und die Folgen von Krieg und Vertreibung zu interessieren, um das Vergessen auszuschließen. Vor allem in Ostdeutschland, wo die gewollte Aussöhnung mit den östlichen Nachbarländern sowie das Gedenken an die Gefallenen verklärt wurden, fühle ich mich hier besonders dem Leitgedanken der Versöhnung über den Gräbern als ehrenamtliches Mitglied im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Landesschatzmeister verpflichtet und will an dessen Umsetzung aktiv mitwirken."

            Jan Elßner Stellv. Schatzmeister

              "Während der internationalen Jugendbegegnungen des Volksbundes schließen junge Menschen aus ganz Europa oft Freundschaften, die weit über die Campzeit hinaus reichen. Dass das nicht immer so selbstverständlich war, machen die Lebensdaten der gefallenen Soldaten auf den gemeinsam gepflegten Kriegsgräberstätten klar. Oft wurden diese nicht einmal älter als die Teilnehmenden der Jugendbegegnungen selbst. Das bewegt mich jedes Mal aufs Neue. Da ich mich dem Volksbund und seiner Arbeit sehr verbunden fühle, freue ich mich auf unsere gemeinsame Arbeit für den Landesverband Sachsen."

              Lisa Kaiser Beisitzerin
                Johannes Mühle Beisitzer
                  Michael Ritter Beisitzer
                    Dr. Klaus-Dieter Müller Beisitzer
                      Maria Handrick JAK-Sprecherin

                        "Der große zeitliche Abstand zu den beiden Weltkriegen, sorgt dafür, dass nur noch sehr wenige jungen Menschen eine persönliche Beziehung zu den Vorkommnissen in dieser Zeit haben. Schließlich handelt es dabei, um die Generation ihrer Urgroßväter und die Thematik taucht in ihrem Leben eigentlich nur noch theoretisch im Geschichtsunterricht auf.
                        Die Jugendarbeit des Volksbundes stellt, durch die internationalen Jugendbegegnungen und den Jugendarbeitskreis, eine Möglichkeit dar geschichtliche Themen mit Leben zu füllen. Der pädagogische Ausgangspunkt des Kriegsgrabes ermöglicht es den zahllosen Opfern dieser Kriege Gesichter zu verleihen und damit gegen ein Vergessen und  gegen eine Banalisierung des momentan herrschenden Friedens innerhalb von Europa anzuarbeiten. In meiner Funktion als Sprecherin des Jugendarbeitskreises möchte ich dafür sorgen, dass dieses qualitativ hochwertige pädagogische Angebot erhalten bleibt und im Sinne der Jugend weiterentwickelt wird, um jungen Menschen auch weiterhin diese Möglichkeiten zu geben."

                        Landrat Bernd Lange Vorsitzender des Kreisverbandes Görlitz
                          Oberbürgermeister Stefan Skora Regionalverband Hoyerswerda-Elsterheide
                            Jens Lehmann, MdB Vorsitzender des Stadtverbandes Leipzig
                              Oberst Klaus Werner Finck Kommandeur des Landeskommandos Sachsen
                                KptLt a. D. Olaf Gawron Beauftragter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für die Bundeswehr

                                Meine Zusammenarbeit mit dem Volksbund

                                Als ehemaliger Berufssoldat der Bundeswehr mit vielen Einsätzen (KOSOVO und UNIFIL), in denen einem auch immer die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft bewusst sind, möchte ich das Andenken der gefallen Soldaten mit meiner Arbeit im Volksbund ehren und bewahren.

                                In meiner neuen Aufgabe als regionaler Ansprechpartner für die Bundeswehr möchte ich meine Kontakte und Erfahrungen mit der Truppe gewinnbringend für den Volksbund zur Verfügung stellen. Die jährliche Haus- und Straßensammlung durch Angehörige der Bundeswehr ist ein unverzichtbarer Beitrag für den Erfolg der Pflege von Kriegsgräberstätten. Diese konnte ich mehrmals im In- und Ausland unterstützen. Bundes- und europaweit führen aktive und nichtaktive Soldatinnen und Soldaten jährlich rund 100 Arbeitseinsätze zur Pflege und Instandsetzung von Kriegsgräberstätten durch.

                                Ein weiterer Schwerpunkt ist für mich die Zusammenarbeit mit dem Verband der Reservisten und dem Deutschen Bundeswehrverband. Im Reservistenverband kann ich als Beauftragter Kriegsgräberfürsorge des Landesverbandes Sachsen meine neue Aufgabe zielorientiert einsetzen. Im Deutschen Bundeswehrverband bin ich Mitglied in der Truppenkameradschaft Ehemalige und Beisitzer der Standortkameradschaft Dresden.

                                Vorträge über die Aufgaben des Volksbundes, die Durchführung von Seminaren im Bereich der politischen Bildung sowie die Beteiligung an Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sind zukünftig eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit mit der Truppe.

                                Militärische Einsätze:

                                • NATO-Einsatz KOSOVO (1x)
                                • UNIFIL = United Nation Interim Force in Lebanon (3x)
                                Dr. Dirk Reitz Landesgeschäftsführer

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