Mehr als drei Millionen Rotarmisten starben in deutscher Kriegsgefangenschaft, rund 30.000 sind in Zeithain bei Riesa begraben. In der Sowjetunion galten Überlebende als Verräter – ein Stigma, das auch ihre Familien traf. In der DDR wurde Zeithain zum Ort des Gedenkens, doch das Erinnern folgte dem sowjetischen Vorbild: Geehrt wurden Helden, nicht Opfer.
Die Historikerin und Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa erklärt, warum diese Männer nicht geehrt wurden und wie das Schweigen darüber Generationen in der Sowjetunion prägte. Interviews mit Nachkommen, geführt von Aren Vanyan, wurden zu eindrücklichen Animationsfilmen verdichtet.
Eine Veranstaltung der Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain (keine Anmeldung erforderlich, kostenfrei):
Zeit: 18.03.2026, 18:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Bautzner Straße in Dresden
Die Filme werden in einer neuen Medienstation in unserer Dauerausstellung für Besucherinnen und Besucher zusätzlich mit russischen und englischen Untertiteln präsentiert werden. Sie sind aber auch auf dem YouTube-Kanal der Stiftung abrufbar.