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Meldungen aus dem Landesverband Sachsen
Meldungen aus dem Landesverband Sachsen

Deutsch-polnische Schülerbegegnung auf dem Golm/Usedom

Schülerinnen und Schüler aus Freiberg und Olkusz (Kleinpolen) beschäftigen sich mit deutsch-polnischer Geschichte im Grenzraum

Workshop in der JBS Golm

Workshop in der JBS Golm Talisa Fischer

Ein Teilnehmerbericht von Talisa Fischer und Zuzanna Grzebinoga

Im Rahmen einer Schülerbegegnung trafen sich Schülerinnen und Schüler des I. Lyzeums “König Kasimir der Große” aus Olkusz und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Freiberg zu einem sechstägigen gemeinsamen Aufenthalt auf der Insel Usedom.

Nach unserer Ankunft begann ein abwechslungsreiches Programm mit dem Schwerpunkt auf der Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Während unseres Aufenthaltes nahmen wir an historischen Workshops, Stadtrallyes sowie an einem Projekt zur Pflege und Säuberung eines Friedhofes teil. Gleichzeitig bot der Austausch eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Entdecken der jeweils anderen Kultur. Darüber hinaus unternahmen wir Ausflüge nach Stettin, Swinemünde sowie ins Ostseebad Ahlbeck und besuchten das Historisch-Technische Museum Peenemünde.

Auf dem Golm befindet sich eine Kriegsgräberstätte mit Gräbern von mindestens 4.500 bis 6.000 Opfern der Bombardierungen von Swinemünde am 12. März 1945 sowie von deutschen Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Er ist ein wichtiger Ort des Gedenkens an die Tragödie des Krieges im Ostseeraum. Unweit der Kriegsgräberstätte befindet sich die internationale Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., die während des Treffens unser Domizil war.

 

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Das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) ist eine Organisation, die jungen Menschen aus Deutschland und Polen Begegnungen und Zusammenarbeit ermöglicht. Es finanziert deutsch-polnische und trilaterale Austauschprojekte und unterstützt sie inhaltlich. Für Organisatoren von Begegnungen bietet das Jugendwerk Fortbildungen, Konferenzen und Seminare und gibt Publikationen heraus. Das DPJW wurde 1991 als internationale Organisation von den Regierungen Polens und Deutschlands gegründet, zeitgleich mit der Unterzeichnung des Vertrages über gute Nachbarschaft. Seither hat das DPJW mehr als 80.000 Austauschprojekte finanziert, an denen mehr als 3 Millionen junge Menschen teilnahmen.

Die Stiftung Gedenken und Frieden wurde 2001 auf Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. als selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Mit ihrer Arbeit leistet sie einen dauerhaften Beitrag zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft und setzt sich für den Frieden unter den Völkern und die Achtung der Würde und Freiheit des Menschen ein. Die Stiftung konzentriert sich dabei auf die zentralen Aufgabenbereiche: Sicherung, Pflege und Erhalt weltweiter Kriegsgräberstätten, Friedensbildung durch Jugend und Schularbeit sowie Wahrung und Weiterentwicklung der Erinnerungskultur.